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Aktuelles aus der Heikendörper Speeldeel

„Die Schöne und das Biest“ in der Vorweihnachtszeit

„Märchen schreibt die Zeit, immer wieder wahr, eben kaum gekannt, dann doch zugewandt, unerwartet klar.
Wandel nur zu zweit, eh es sich beschließt, erst war beiden bang, dann ganz ohne Zwang, die Schöne und das Biest.“

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Ein uraltes Märchen aus dem Jahr 1756, seit Jahrhunderten weltweit Grundlage für Verfilmungen in real und Zeichentrick, ein Musical, eine Fernsehserie und zahlreiche Bücher: „Die Schöne und das Biest“ – in diesem Jahr nun auch inszeniert von der Heikendörper Speeldeel. Das zeitlose Märchen von der französischen Schriftstellerin Jeanne-Marie Leprince de Beaumont (1711 – 1780) erscheint in der Bühnenfassung der Hamburgerin Christa Margret Rieken im erfrischend zeitgenössischem Gewand und bietet einen spannenden Spaß für die ganze Familie. In ihrer Bühnenfassung hält sich die Autorin eng an die ursprüngliche Handlung der Geschichte, sie entwickelt jedoch neue und abgewandelte Figuren, die das Stück noch lebendiger und spannender werden lassen.

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Die Handlung: Die schöne Bella Balthasar (gespielt von Maria Orth) lebt zusammen mit ihrem Vater Balthasar Balthasar (Reiner Fock), einem glücklosen Tuchhändler, in einer bescheidenen Hütte. Als die geldgierigen Steuereintreiber Graf Horstmann vom Horst (Ralph Eckelmann) und seine Gehilfin Wilhelmine, genannt „Willi“ (Cecilia Ebhardt), drohen, ihnen ihr letztes Geld nehmen zu wollen, geht Balthasar in die Stadt, um dort seine Tücher zu verkaufen und wieder Geld zu verdienen. Bella bittet ihn, ihr eine Rose mitzubringen.

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Auf dem Weg begegnet er der Hexe Clothilde (Susanne Ruhberg). Sie wurde vor 100 Jahren vom Prinzen Egmont (Sascha Hinz) verstoßen. Die Hexe hat daraufhin einen Fluch über sein Schloss ausgesprochen und dessen Bewohner in tierähnliche Gestalten verzaubert. Egmont muss seitdem als Biest sein Dasein fristen und seine Diener Kathrinchen (Maike Biedorf) sowie Bertram (Marc Wiens) sind in ein Huhn und in einen Esel verwandelt. In wenigen Tagen wird der Fluch enden. Wenn der Prinz bis dahin nicht seine wahre Liebe gefunden hat, wird er sterben müssen – so will es der Fluch.

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Clothilde, die ihre Tat von damals inzwischen bedauert, bringt Kathrinchen und Bertram dazu, Balthasar zum Schloss zu locken. Als dieser dort ankommt, pflückt er wie versprochen eine Rose für Bella im Schlossgarten. Von dieser Tat außer sich vor Wut, weil die Rosen das einzige sind, was den Prinzen an seine Familie erinnert, zwingt Egmont Balthasar zu einer Gegenleistung: Er soll ihm das Liebste bringen, was er besitzt. Das ist für Balthasar seine Tochter. Wieder zuhause angekommen, erzählt der Vater seiner Bella von Egmonts Bedingung. Diese macht sich furchtlos auf zum Schloss. Clothildes Plan, dass Egmont in Bella seine Liebe finden soll, scheint bislang aufzugehen. Doch werden die Schöne und das Biest wirklich zueinander finden können? Und auch Graf Horstmann hat Pläne: Nicht nur, dass der fiese und eitle Schönling Bella für sich gewinnen will – er erfährt auch von dem Schloss und will sich dort das Gold des Prinzen holen… Ein spannender Spaß ist garantiert!

Karten können hier unter der Rubrik „Kontakt“ über das Kontaktformular reserviert oder direkt im Vorverkauf über das Pressezentrum Heikendorf in der Passage am Schmiedeplatz erworben werden. Der Kartenpreis beträgt 8,00 Euro.

Trauer um Norbert Schneider und Nils Rasmussen

Die Heikendörper Speeldeel trauert um zwei Gründungsmitglieder ihres Schanty-Chors „De Brummelbuttjes“.

Norbert Schneider (2)

Am 2. Oktober verstarb Norbert Schneider, der dem Chor über 30 Jahre lang mit Herz und Stimme angehörte. Schneider zählte zu den sieben Männern, die die Brummelbuttjes am 9. April 1985 ins Leben riefen. Er spielte ebenso in den beiden Stücken „De Reis üm de Welt“ und „De Fohrt na Norden“ mit, welche die Brummelbuttjes auf die Bühne brachten. Norbert Schneider wurde 76 Jahre alt.

Nils Rasmussen (2)

Am 12. November musste die Speeldeel von ihrem ersten Chorleiter Nils Rasmussen-Bonne Abschied nehmen. Er verstarb im Alter von 84 Jahren. Rasmussen-Bonne hatte die musikalische Leitung vom Gründungsjahr bis 2005 inne. In dieser Zeit arrangierte er zahlreiche Lieder und schrieb auch eigene. Viele Geburtstagskinder und Hochzeitspaare bekamen seine selbst verfassten Texte als Geschenk zu Gehör. Nils Rasmussen-Bonne schrieb und komponierte im Februar 1990 ein Lied, mit dem auch heute noch jeder Probeabend begonnen wird: „Wo fröhliche Minschen singt“. Mit diesem Lied werden die Tradition und die Gedanken an ihn weiter fortleben. Auch seinen Namen verdankt ihm der Chor als er anfangs noch sagte: „De künnt ja blots brummeln.“ In 20 Jahren erfolgreicher Chorleitung unter ihm wurde aus den „Brummlern“ dann schließlich ein „richtiger“ Shanty-Chor, dessen Auftritte immer gefragter wurden.